Du kannst.

(Ende der Geschichte)

Wir Menschen sind privilegiert:

Wir können uns selbst reflektieren.

Wir können die Perspektive wechseln.

Wir können neue Strategien entwickeln.

Wir können uns in jemanden hineinversetzen, seine oder ihre Sichtweise und (möglichen) Gefühle mitnehmen und uns dann über das Ganze noch Gedanken machen.

So komplex. Und doch so hilfreich.

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ARBEITSWEISE

Kompliziert wird es nicht.

Grundsätzlich gilt:

Erzählen (du) - Fragen stellen (ich und/oder du) - Antwort geben (meistens du) - Ausprobieren (nur du).

Anhand deiner Beispiele analysieren wir gemeinsam die Situation, die dich beschäftigt. Wir decken auf, was dein Kind signalisiert, was es dir, respektive der Welt, mitteilen möchte. 

ELTERNCOACHING

Hast du das Beispiel hier von MAMA und ANNA gelesen? 

 

Mama entscheidet, dass sie und Anna jetzt nach draussen gehen.

Stell dir vor, dein Chef, deine Chefin (oder Ehemann/Ehefrau) kommt zu dir und sagt: "Wir gehen jetzt. Komm!"

Und stell dir vor, du wärst inmitten eines Satzes für die Geburtstagskarte einer Kollegin. Du hattest soeben DIE Idee, was du schreiben möchtest. Und jetzt sollst du sofort alles liegenlassen und los zetteln? 

Wenn du mich fragst: Nein.

Wir mögen es, wenn wir zumindest mitbestimmen können. Anders ist es bei den Kindern nicht. Wenn du dir das zu Herzen nimmst, musst du kaum noch Konflikte austragen oder lösen - denn es gibt sie nicht mehr. 

Der Knackpunkt ist hier - und ich nehme vorweg, dass Elterncoaching nicht unter die Kategorie Zauberkunst fällt - Kooperation und Kompromissfähigkeit seien erst gelernt. Wer es sich zur Gewohnheit gemacht hat, selber, und manchmal über andere, zu bestimmen, der hat die Chance, mit den eigenen Kindern zu lernen, wie Kooperation funktioniert. 

 

Ich persönlich sehe es als Chance. Meine Kinder spiegeln mir (schonungslos), was ich bereits gelernt habe und was noch ansteht. Ja, manchmal ist es etwas ernüchternd. Doch Ü30 geht's nicht mehr ganz so schnell wir früher. Oder? Vielleicht geht dies ja als Entschuldigung durch. 

Was ich dir sagen möchte, ist, dass ich das wertvolle Wissen, welches grösstenteils auf der Individualpsychologie nach Alfred Adler fundiert, mit dir teilen möchte. Es lehrt uns, unsere Kinder zu verstehen. Zu verstehen, was sie uns eigentlich mitteilen möchten, auch wenn sie die Sprache dazu noch nicht kennen, oder manchmal selbst nicht genau wissen, was los ist.

Als Eltern tragen wir die Verantwortung, Führung zu übernehmen. Doch Führung heisst nicht, dass wir über die Kinder bestimmen. Sondern wir lehren ihnen Schritt für Schritt mitbestimmen zu können, Verantwortung zu übernehmen, Konsequenzen zu tragen und mitzudenken. Für ein eigenständiges, möglichst gesundes, erfülltes Leben. Denn was zählt - auch für später - sind die frühen Lebensjahre.